Jacks Tagebuch oder:
Hundeschule - auch das noch!

Den ersten Schultag hatte am Freitag, den 22.04.2016 unser jüngster Schüler. Der erst neuen Wochen alte „Jack vom Pfaffenwinkel“ inspizierte seinen zukünftigen Arbeitsplatz. Schreibtischarbeit liegt ihm vermutlich weniger, dennoch wird er die nächsten Wochen noch hauptsächlich im Zimmer der Schulleitung verbringen. Jack ist zukünftig unser "Schulhund“. In dieser Funktion wird der braune Labrador künftig sein Tätigkeitsfeld an der Grund- und Mittelschule Nord nach und nach aufnehmen.

Sein „Frauchen“ hat sich schon zu den Fortbildungen auf Regierungsebene angemeldet. Er ist kein Einzelfall, die pädagogischen Vorteile eines Schulhundes sind mittlerweile durchgedrungen, Plätze in den Fortbildungen sind begehrt. Zahlreiche Fans nutzten die Möglichkeit der ersten Kontaktaufnahme. Alle, die bis jetzt keine Gelegenheit hatten, seien getröstet. Wir wollen den Welpen nicht überfordern, 650 SchülerInnen an einem Tag wären definitiv zu viel für den kleinen Kerl! Weitere Neuigkeiten mit Jack folgen!

Ihr werdet es kaum glauben, ich habe viel weniger schulfreie Tage als ihr. Samstags gehe ich noch regelmäßig um 15:15 Uhr nach Neulindach zum Polizei- und Schutzhundeverein in den Unterricht für Junghunde. Mir macht es immer noch großen Spaß. Vor dem Unterricht und nach dem Lernen dürfen wir ganz lange toben. Ich glaube, das ist so, wie wenn ihr in die große Pause geht. Letzten Samstag hat der Lehrer (Trainer) angekündigt, dass die letzte Stunde für dieses Jahr am 03.12. 2016 stattfindet. Wer will, kann von außen zuschauen. Danach ist Winterpause, weil es zu kalt wird. Ich würde ja nicht frieren, mir ist auch jetzt die Amper noch nicht zu kalt um zu schwimmen. Vermutlich sind es die Menschen, die frieren und mit Handschuhen uns die Leckerlis zur Belohnung so schlecht geben können.

Im neuen Jahr darf ich dann anscheinend nicht mehr zu den Junghunden, weil ich schon beim Pinkeln mein Bein hebe und manchmal auch mit beiden Hinterfüßen „scharre“. Das ist ein Zeichen, dass ich wohl bald ein richtiger Rüde werde (so heißen die Männer bei den Hunden). In diesem Alter mache ich dann den sogenannten „Grundkurs“ (das sind wieder 12 Samstage) und vielleicht danach noch den Begleithundekurs.

Zusätzlich zur Hundeschule, war ich noch 4 Mal am Freitag mit meinem Frauchen (Frau Jungtorius) in München. Dort haben sich nur Hunde getroffen, die auch als Schulhunde eingesetzt werden sollen. Hier war ich mächtig stolz, denn nur ich darf bereits jeden Tag mit in die Schule, obwohl ich fast der Jüngste dort war. Leider sollten wir ganz oft ruhig auf unseren Decken liegen bleiben und zwei Damen zuhören, die alles Wichtige zum Thema Schulhund wussten. Das fiel mir sehr schwer. Drei Stunden sind sehr lang, wenn man stillhalten muss, auch das kennt ihr ja aus dem Unterricht. Viel lieber hätte ich die ganze Zeit mit den anderen Hunden draußen rumgetollt. Ich habe hier noch ein Foto, damit ihr auch mal andere Schulhunde seht! .

Lange habe ich nichts von mir hören lassen. Von meinen kurzen Aufenthalt im Krankenhaus habt ihr sicher erfahren. Merkt euch bitte: Keine Weintrauben am Tisch oder in der Aula stehen lassen, sie können für mich lebensgefährlich sein. Bei Hunden kann dieses Obst ein Nierenversagen auslösen und daran stirbt man dann. Da wir es nicht so weit kommen lassen wollten, wurde ich 2 Tage und Nächte an eine Infusion gehängt und musste in der Tierklinik bleiben. Leider müssen jetzt noch öfter meine Blutwerte kontrolliert werden und ich werde deshalb immer mal wieder gepiekst.

Am Samstag fällt die Hundeschule aus! Juhu! Frauchen ist mit mir an den See gefahren. Am Steg konnte ich es nicht aushalten, so bin ich kurzerhand einfach zu ihr ins Wasser gesprungen. Das was ihr Menschenkinder mühsam lernen müsst, kann ich ganz von selbst: Schwimmen ist super!!!

Da Frau Kicherer dabei war, gibt’s demnächst den Videobeweis auf der Homepage. In der Schule wurden zwei Wasserbehälter für mich nach draußen gestellt. Auch hier lässt es sich wunderbar plantschen. Hoffentlich gibt es auch für euch Schulkinder bald einmal Hitzefrei!

Endlich ist sie da, meine Hundebox für das Büro. Frauchen meint, hier habe ich Ruhe vor allen und kann mich zurückziehen. Mal schauen, ich leg mich vorerst nur kurz dort ab, auf Dauer finde ich es langweilig.

Seit heute muss ich in den richtigen Unterricht, in die sogenannte Junghundestunde. Ich sei zu groß und zu weit in meiner Entwicklung, sagte die Lehrerin in der Welpenstunde. Jetzt ist richtiges Lernen angesagt. Als ich meine neuen Kollegen der Junghundestunde das erste Mal sah, war mir schon etwas mulmig zumute. Die waren alle viel größer als ich! Nachdem wir den Platz (sozusagen unser Klassenzimmer im Freien) nacheinander betreten haben, durften wir ohne Halsband und Leine spielen. Mir waren die Anderen alle nicht so ganz geheuer, deshalb hab ich mich heimlich vom Acker gemacht und nur aus der Entfernung zugeschaut.

Nach 10 Minuten ging dann der Unterricht los. Zuerst sollten wir lernen, dass wir keine essbaren Dinge vom Boden einfach fressen. Das war eine schwierige Lektion. Ich bin doch ein Labrador, meine Rasse ist bekannt dafür alles zu fressen und niemals von alleine damit aufzuhören. Aber der Trainer hat sich irgendwie mit meinem Frauchen abgesprochen. Als ich nicht folgte, traf mich plötzlich irgendein Gegenstand.

Dann versuchten wir das Ganze noch einmal, und wieder flog etwas nach mir. Aha, ich sollte also besser nicht nach dem leckeren Fressen schnappen. Beim dritten Mal hatte ich es kapiert. In der Schule Nord ist das für mich so schwierig, weil Kinder immer wieder etwas in den Gängen auf den Boden fallen lassen und nicht wieder aufheben.

Salami &Co schmecken mir sehr gut, aber die Tierärztin sagt, dass das sehr schädlich für mich ist. Danach übten wir noch „an der Leine zu gehen“ und die anderen Hunde dabei nicht zu beachten. Am Ende war noch einmal freies Spielen angesagt und die Chance hab ich nun doch noch genutzt. Ich wagte mich an zwei schwarze Labradore, die zwar viel größer, aber anscheinend sehr spielfreudig waren. Toll, dass ich nun auch hier zwei Kumpel gefunden habe!

Nächste Woche ist Pause in der Hundeschule, weil die Trainer mit Ihren Hunden eine Prüfung machen. Aber Frauchen sagt, wir müssen täglich Hausaufgaben machen und üben. Das ist mir auch lieber so, sonst blamiere ich mich beim nächsten Mal, wenn die anderen Hunde alle schon mehr können.

Gleich am ersten Tag der Pfingstferien ging es bei mir in einen ganz besonderen Unterricht: Die Welpenstunde im Polizei- und Schutzhundeverein in Neulindach. Dort lernte ich vier Mitschüler kennen, die alle in meinem Alter, zwischen 9 und 16 Wochen waren. Wir durften toben und balgen, durch Tunnel laufen, im Becken plantschen und die ersten Übungen mit Herrchen oder Frauchen machen. Die Welpenstunde war immer cool. Nach dem Toben sind wir dann in das Vereinsheim, dort durften wir leider nicht mehr miteinander spielen, da wir an der Leine waren. Angeleint ist Spielen tabu! Meist haben wir die Zeit für ein Nickerchen genutzt, während unsere Menschen Theorie in der Hundeerziehung lernten. Einmal haben wir sogar einen Ausflug in ein Tiergeschäft unternommen, dabei wurde überprüft, ob wir auch im Auto sicher transportiert werden. Einige von uns haben dafür eine Hundebox. Ich werde mit meinem Geschirr (so heißt das Ding, an dem die Leine befestigt wird) auf der Rückbank mit dem Sicherheitsgurt befestigt. Das ist wohl auch ok.

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Fürstenfeldbruck Nord

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